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      Beladung
   
    Werkzeug
   
    Ersatzteile
   
    Bekleidung
   
    Reifen
   
    Technische Änderungen
Wir sind zu unserer Reise mit folgenden Motorräder aufgebrochen.
Honda Transalp BJ.95, Honda Transalp BJ.94 und Honda Africa Twin BJ.92
Wir waren mit der Wahl der Motorrädern sehr zufrieden und können alle nur empfehlen, allerdings muss man sagen, dass es mit einer Transalp wesentlich leichter auf Dünen zu fahren ist als mit einer Africa Twin. Das liegt wohl am Gewicht. Die

Beladung

Bei uns verteilte sich das Ganze auf 6 Alukoffer ( 2 pro Motorrad ), wobei etwa je einer für Persönliches und einer für Gemeinschaftsbesitz verteilt war. Wir richteten einen Küchenkoffer ein was sich als praktisch zeigte. Die Aluboxen sind bei der Firma Därr in München gekauft. Als Grundträger für die Boxen benötigt man einen Hepco & Becker Träger.

Dazu je einen möglichst großen Tankrucksack (z. B. Tuareg bei Hein Gericke). Dann hatte jeder noch eine Gepäckrolle hinten drauf und eine Term-A-rest Matte lose draufgebunden.

Auf einen großen Benzintank hatten wir verzichtet. Also hieß es Kanister festbinden. Pro Mann einen 20 Liter Bundeswehr- Stahlkanister und zwei 5 Liter Plastikkanister und viel viel Rumgefummel.

 Weniger ist mehr, das mussten wir bitter lernen. Was irgend möglich sollte daheim bleiben. Als Anfänger waren wir zu Beginn hoffnungslos überladen. Einen guten Teil schickten wir dann mit der Post für teuer Geld wieder heim.

Werkzeug
  • Satz Gabel-/Ringschlüssel (evtl. nur benötigte Größen)

  • Kleine Ratsche mit Nüssen (es gibt Ratschen mit 3/8 Zoll Anschluss, die sind kleiner, nur benötigte Größen)

  • Schraubendreher mit Aufsatz für Bits

  • Jede Menge Bits, (Schlitz-, Kreuzschlitz-, auch zum Verlieren und Kaputt machen)

  • Inbusschlüssel 4/5/6/8/10

  • Montiereisen (2)

  • Luftpumpe

  • Reifendruckprüfer (wenn nicht an Pumpe)

  • Felgenschoner (gibt’s  bei Hein Gericke)

  • Zwei-Komponentenkleber

  • Sekundenkleber

  • Kleine Universalzange

  • Kleiner Hammer (evtl.)

  • Ventilausdreher (evtl. Flachspitzzange)

  • Putzlappen

  • Werkstatthandbuch

Ersatzteile
  • Kette

  • Kupplung (Reibscheiben, Distanzscheiben, Federn)

  • Luftfilter

  • Ölfilter

  • Zündkerzen

  • Spiegel

  • Bremsbelege

  • Züge (Kupplungszug und ein Set für Universalzüge)

  • Jede Menge Reifenflickzeug (wie beim Fahrad)

  • Zwei Mal 1 Meter Stromkabel (= provisorisches Starterkabel)

  • Auswahl an Schrauben, Muttern, Beilagscheiben

  • Klebeband (möglichst gutes Panzertape)

  • einige Schlauchschellen

  • Jede Menge Kabelbinder

  • Sicherungen

  • Scheinwerferbirne

  • Ersatzschläuche, Ersatzventile siehe auch....[link nach Reifen]

  • Lagerfett / Schmierpaste

  • Feinmechaniköl (WD 40)

  • 1L destilliertes Wasser
Bekleidung

Da unsere Reise in sehr verschiedene Länder führte entschieden sich 2 von uns für „normale“ Motorradklamotten. Christian fuhr mit einer Wüstenjacke und Hose, was wirklich sehr empfehlenswert war, aber natürlich auch eine Stange Geld kostet. Endurojacke und –hose aus GoreTex im mittleren Preisbereich, Integralhelm und Bergschuhe. Leichte Crosshandschuhe reichten aus. Ein Ersatzvisier muss sein wegen Stürzen und dem hohen Verschleiß bei Sandwinden. Sturmhaube, Halstuch und unbedingt eine zusätzliche Schutzbrille für die Wüste dürfen nicht fehlen. Es gibt kleine (sehen aus wie eine Schwimmbrille) oder größere wie eine Skibrille. Die sind dann auch für Brillenträger. Die üblichen Crossbrillen sind bei Integralhelmen oft zu groß. Also probieren...

Ob ihr jetzt mit oder ohne Innenfutter fahrt müsst ihr nach der Jahreszeit entscheiden, meist ist es aber bullig heiß. Da man meist im Winter über die Alpen muss gibt es vier Möglichkeiten. Erstens man friert wie ein Schneider. Zweitens man schickt die dicke Kleidung in einem Paket heim ...oder man schleppt das dicke Zeug mit ...oder man leistet sich einen Transporter bis/ab Genua.

Für Leute, die überwiegend in die Wüste rumbolzen wollen empfehle ich eine Crossausrüstung mit Brustpanzer und vor allem richtige Crossstiefel.

Reifen
Zur Reifenwahl ist folgendes zu sagen. Von Jedem den ihr Fragt, welchen Reifen ihr nehmen sollt, bekommt ihr eine andere Antwort. Also nicht zuviele Leute fragen, sonst ist man nur verwirrt.

Vorne:

Wir haben uns vorne für den Mitas Enduro Front entschieden. Er hat nach sage und schreibe 25000 km immer noch Profil. Er ist ein unglaublicher Langläufer der für längere Reisen echt zu empfehlen ist. Auf der Strasse, Schotterpiste und Sand ist er super. Seine Schwäche ist Matsch, hier bleibt der ganze Dreck im Reifenprofil stecken.

Hinten:

Für hinten hatten wir 2 Reifen dabei. Als ersten hatten wir den Mitas Enduro Rear und als zweiten den Metzler Karoo. Zum Mitas ist zu sagen, das er die gleichen Eigenschaften hat wie der entsprechende Vorderreifen oben. Super für lange Strecken, Schotterpisten und Sand. Der Reifen hatte nach 15000 km immer noch Profil und ich fahre ihn nach der Reise immer noch. Außerdem sind die Reifen von Mitas unglaublich günstig, so kostet der Satz Reifen vorne + hinten ca. 100 Euro. Im Sand ist allerdings der Metzler Karoo besser, da er das typische Sandprofil hat. Er hat im Sand unglaublich Vortrieb und es macht richtig Spaß zu fahren. Allerdings neigt er nagelneu auf der Strasse zum Schlingern, was sich aber nach ein paar hundert gefahrenen Kilometern gibt. Er ist auf der Strasse wesentlich besser zu fahren als der Konkurrenzreifen Michelin Desert. Wir fuhren den Reifen ca. 10000 km, da war er aber schon ziemlich fertig, und hatte eher das Profil von einem Straßenreifen, als von einem Geländereifen. Auf Schotterpisten hält der Metzler Karoo recht wenig aus, und verschleißt sehr schnell. Die Stollen brechen ab. Das gute an dem Reifen ist, das seine Karkasse hart ist, aber nicht zu hart, dass Reifenwechseln fast unmöglich wäre.

Weitere Informationen zu Reifen findet ihr hier: Reifeninformationen.  

Technische Änderungen
Natürlich musste  wir noch einige Modifikationen an unseren Motorrädern durchführen. Unten seht ihr eine Liste von eingebauten Teilen und Änderungen.
  • Härtere Gabelfedern von WP mit 10 Gabelöl
  • Federbein von WP ( sehr gut)
  • Acerbis-Handprotektoren
  • Aluminium Motorschutz (gibt es unter www.AfricanQueens.de/ und www.mo-tech.de/
  •                                           Informationen dazu auch hier: Motorschutinformationen)
  • GPS-Halterung selbst geschweißt, gibt es aber auch als Zubehörteil
  • Motorschutzbügel von Hepco&Becker
  • Höherlegung des Front-Schutzblechs ( Informationen hier: Schutzblechinformationen )
  • Gepäcktrager von Hepco&Becker, als Grundträger für Därr-Aluboxen
  • 12-Volt Bordsteckdose